Weltweit leidet eine halbe Milliarde Menschen an Fettleibigkeit

Übergewicht ist zu einem globalen Problem geworden. Beleibte Menschen gibt es heute nicht nur in den reichen Industriestaaten; mittlerweile sind auch Menschen in armen Ländern betroffen. Die Zahl der übergewichtigen Personen hat sich seit 1980 so gut wie verdoppelt.

In der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet wurden nun Daten einer Langzeitstudie über den Trend des globalen Body-Mass-Index (BMI) veröffentlicht. Ausgewertet wurden Untersuchungen an 9,1 Millionen Teilnehmern aus 199 Ländern und Regionen.

Ab einem BMI von 25 spricht man von Übergewicht; Adipositas beginnt bei einem BMI von 30. Im Jahr 2008 hatten laut Studie schätzungsweise 1,46 Milliarden Erwachsene weltweit einen BMI gleich oder höher als 25; von diesen Personen waren geschätzte 297 Millionen Frauen und 205 Millionen Männer fettleibig.

Von den Ländern mit hohem Einkommen hatten die USA die höchsten BMI-Werte. Aber auch in Ländern mit geringerem Einkommen sind viele Menschen zu dick, so z.B. in einigen Ländern Ozeaniens. Dort wurden die höchsten BMI-Durchschnittswerte nachgewiesen. Die niedrigsten  Durchschnittswerte hatte Japan zu verzeichnen. Der durchschnittliche BMI der Gesamtbevölkerung liegt bei Frauen bei 23,8 und bei Männern bei 24,1. Deutschland kann mit diesem Schnitt nicht mithalten. Dieser liegt bei deutschen Frauen durchschnittlich bei 25,7 und bei den Männern bei 27,2.

Die Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation Gretchen Stevens meint dass die Veränderung der Ernährung und der körperlichen Aktivitäten zur weltweiten Ausbreitung der Fettleibigkeit beigetragen hat.

Referenzen:
The Lancet, Volume 377, Issue 9765, Pages 557-567, 12.02.2011
Zeit-online.de, Eine halbe Milliarde Menschen ist übergewichtig, 04.02.2011

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