Plasma-Aminosäurenprofil bei Adipositas

Bekanntlich kann das Plasma-Aminosäurenprofil bei verschiedenen Stoffwechselsituationen als nützliche diagnostische Methode herangezogen werden. Bisher war noch nicht untersucht worden, inwieweit Zusammenhänge zwischen dem Aminosäurenprofil und dem viszeralen Fettgewebe bestehen. Japanische Wissenschaftler untersuchten bei 1.449 Versuchspersonen die Aminosäurenkonzentrationen im Blutplasma sowie die Größe des viszeralen Fettdepots mittels CT.

Mit Zunahme des viszeralen Fettdepots konnte auch ein Anstieg verschiedener Aminosäuren nachgewiesen werden: Glutaminsäure, Valin, Leucin, Isoleucin, Tyrosin, Phenylalanin, Alanin, Prolin, Lysin, Ornithin, Tryptophan, Methionin und Histidin. Dahingegen waren die Konzentrationen von Glycin, Serin, Glutamin und Asparagin signifikant niedriger. Die japanischen Wissenschaftler entwickelten daraus einen Amino-Index, der sich sehr gut als Marker für eine Zunahme des Bauchfettgewebes eignet.

Referenzen:
Takayuki Tanaka et al.: Plasma amino acid profile is altered by visceral fat accumulation and is a predictor of visceral obesity in humans; precedings.nature.com

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