Gesundheitsrisiken minimieren

Bei Übergewicht: auf eine optimale Mikronährstoffversorgung achten

Die Deutschen werden immer „gewichtiger“. Nach einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes vom November 2014 waren im Jahr 2013 52 Prozent der Deutschen übergewichtig, acht Jahre zuvor waren es 50 Prozent. Wissenschaftler vom Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels prognostizieren bis zum Jahr 2030 einen Anstieg der Fettleibigen um 80 Prozent.

Fettleibigkeit ist ein weltweites Problem. Wie in der britischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde, ist die Anzahl der übergewichtigen Kinder in den vergangenen 30 Jahren drastisch angestiegen, nicht nur in den Wohlstandsländern. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass zwar weltweit mehr Obst und Gemüse gegessen werden, gleichzeitig werden aber auch vermehrt ungesunde Produkte wie verarbeitetes Fleisch oder gesüßte Getränke konsumiert, was Übergewicht fördere.

Übergewicht ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern ein wesentlicher Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Tumorerkrankungen etc.

Insbesondere das Fettgewebe im Bauchraum erweist sich als besonders gefährlich. Der Grund: Die Fettzellen bilden hier entzündungsfördernde Stoffe. Deshalb sind bei Übergewicht oftmals die Entzündungsmarker im Blut erhöht. Übergewicht wird auch mit einem vermehrten Auftreten einer Insulinresistenz in Zusammenhang gebracht. Ca. 80 Prozent aller neu diagnostizierten Typ-2-Diabetiker sind übergewichtig.

Eine Mikronährstofftherapie bei Übergewicht zielt zum einen darauf ab,
übergewichtsbedingte Risikofaktoren entgegenzuwirken
und zum anderen das Abnehmen zu erleichtern.

Wer abnehmen möchte, ist auf eine ausreichende Verfügbarkeit an Mikronährstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren angewiesen. Das Zusammenspiel aller erforderlichen Mikronährstoffe ist letztlich notwendig um Botenstoffe und Hormone zu bilden, die für eine Gewichtsreduktion erforderlich sind. Mikronährstoffe haben einen Einfluss auf entzündungsfördernde Prozesse, fungieren als Antioxidantien und vermögen übergwichtsbedingte Risiken zu minimieren. Es gibt also viele Gründe bei Übergewicht auf eine optimale Mikronährstoffversorgung zu achten.

Hier einige Beispiele

  • Die Aminosäure Arginin ist wesentlich für die Ausschüttung des Wachstumshormons, was für den Fettabbau erforderlich ist. Außerdem wird aus Arginin Stickstoffmonoxid gebildet, einem Signalgas, was für die Durchblutung unentbehrlich ist.
  • Die Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin sind Vorstufen der Katecholamine Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin und der Schilddrüsenhormone.
  • Übergewicht wird mit Vitamin-C-Mangel assoziiert. Vitamin C verbessert u.a. die Immunkompetenz, hat einen antientzündlichen Effekt, ist wichtig für die Bildung von Neurotransmittern, was u.a. einen Einfluss auf die Appetitregulation und auf das Sättigungsempfinden hat, erhöht die Bioverfügbarkeit von NO u.a.
  • Das Spurenelement Chrom nimmt Einfluss auf die Regulierung des Blutzuckerspiegels.
  • Carnitin ist unentbehrlich, für die Fettverbrennung. Es fungiert als eine Art Transportschiffchen, um die Fettmoleküle in die Brennkammern der Zelle zu befördern.
  • Ein Magnesiummangel erhöht die Wahrscheinlichkeit für das metabolisch Syndrom.

Das sind jetzt nur einige wenige Beispiele. Das Zusammenspiel der einzelnen Mikronährstoffe ist sehr komplex. Damit die einzelnen Mikronährstoffe ihre Funktionen optimal erfüllen können, ist es erforderlich, dass alle in miteinander in Zusammenhang stehenden Mikronährstoffen in der richtigen Konzentration dem Stoffwechsel zur Verfügung stehen.

Um herauszufinden, welche Mikronährstoffe dem Stoffwechsel fehlen, kommt man an einer Blutanalyse nicht vorbei. Nur so kann man dem Stoffwechsel die fehlenden Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren in der optimalen Dosierung zuführen.

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