Vitalstoffe: nicht nur um abzunehmen!

Wenn im Stoffwechsel Mikronährstoffe wie bestimmte Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Fettsäuren unzureichend zur Verfügung stehen, hat dies generell weitreichende Folgen für den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel.

Die Synthese von Protein als Basisbaustein zahlreicher Stoffwechselprodukte wie Enzyme, Neurotransmitter, Hormone u.v.m. kann nur hinreichend stattfinden, wenn alle Vitalstoffe in ausreichendem Umfang vorhanden sind. Wenn nur ein einziger Baustein fehlt, muss sich der Körper darauf einstellen – der Stoffwechsel läuft dann nur noch gebremst, die Fettverbrennung für den Energiestoffwechsel findet unter Umständen nur noch unzureichend statt. Und ganz wesentlich: Bei Übergewicht besteht ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen – fehlen entsprechende Mikronährstoffe, können körpereigene Schutzsysteme nicht mehr richtig funktionieren.

 

Mikronährstoffe, für die schlanke Linie

Arginin – für die Synthese von viel schlankmachen-dem STH
Arginin stimuliert die Ausschüttung des schlankmachenden Wachstumshormons (STH).

Keine Gewichtsabnahme ohne Carnitin
Carnitin nimmt  bei der Fettverbrennung eine Schlüsselrolle ein. Mit diesem Transportmolekül werden alle langkettigen Fettsäuren in das Innerste der Mitochondrien geschleust, um dort verbrannt zu werden.
Bei einem Mangel an Carnitin werden außerdem vermehrt Triglyzeride und Lipide synthetisiert, die sich dann wieder in den Fettzellen einnisten können.

Eine weitere fundamentale Rolle spielt Carnitin bei der Energiegewinnung. Ohne Carnitin kann ein wichtiges Enzym im Citratzyklus nicht gebildet werden, so dass der Citratkreislauf für die Engergiegewinnung unterbrochen wird. Die Herzmuskelzellen brauchen viel Carnitin. Adipöse Menschen haben oftmals einen trägen Stoffwechsel. Umso mehr benötigen sie Carnitin, um den Stoffwechsel wieder in Gang zu bringen.
Außerdem kann Carnitin hohe Blutfett- und Cholesterinwerte senken. Carnitin wird synthetisiert aus den Aminosäuren Lysin und Methionin unter Beteiligung von Vitamin C, B6, B3 und Eisen.

Cystein schützt die Schaltzelle aller Hormone – den Hypothalamus
Cystein ist ein wichtiger funktioneller Bestandteil des Glutathionmoleküls und schützt dadurch den Hypothalamus vor freien Radikalen, wirkt also dem Absterben der Zellen dort entgegen. Der Hypothalamus ist der Regulator für die Herstellung sämtlicher Hormone. Eine Schädigung des Sättigungskerns im Hypothalamus führt zu einer Appetitsteigerung und der damit verbundenen Gewichtszunahme.

Taurin wird benötigt für die Bildung von Gallensäuren
Eine gute Versorgung mit Taurin fördert die Ausscheidung von Cholesterin. Taurin stabilisiert Herzmuskelzellen, kann blutdrucksenkend wirken und vor Arteriosklerose schützen.

Tryptophan für einen ausgeglichenen Charakter
Diese Aminosäure ist die Vorstufe des Neurotransmitters Serotonin. Serotonin ist am Ess- und Trinkverhalten und am Sättigungsgefühl beteiligt. Eine Zuführung von Tryptophan kann sich unmittelbar dahingehend auswirken, dass wir weniger essen.
Tryptophan stabilisiert die Nerven und sorgt für einen ruhigen Schlaf (wichtig für die Synthese des Wachstumshormons). Aus Serotonin wird der Neurotransmitter Melatonin gebildet, der für den Schlaf-/Wach-Rhythmus verantwortlich ist.

Je mehr Glycin, desto mehr Wachstumshormon
Glycin ist wie Arginin und Glutamin eine Aminosäure, die den Wachstumshormonspiegel erhöhen kann, wenn man es als Nahrungsergänzungsmittel einnimmt.

Methionin spielt eine fundamentale Rolle im Fett- und Eiweißstoffwechsel
Es wird benötigt, um Adrenalin herzustellen, eines der wichtigsten lipolytischen Hormone; dazu sind außerdem Cholin, B6 und Folsäure erforderlich. Methionin ist ebenfalls Baustein von Carnitin.

Phenylalanin ist Vorläufersubstanz vieler lipolytischer Hormone
Es ist Bestandteil der Hormone Thyroxin und ACTH, der Katecholamine Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin sowie von Endorphinen. Phenylalanin wirkt auf das Sättigungsempfinden.

Kein Schilddrüsenhormon ohne Tyrosin
Tyrosin ist erforderlich für die Synthese des Schilddrüsenhormons Thyroxin. Dieses Hormon bestimmt die Höhe des Grundumsatzes.

Vitamin C hat vielfältige Aufgaben im Fettstoffwechsel
Es kann vor der Enstehung von zuviel Cholesterin schützen und ist wichtig für die Synthese des Schilddrüsenhormons und von Noradrenalin. Außerdem ist es Bestandteil von Carnitin. Stabile Nerven brauchen viel Vitamin C. Die Vitamin-Spiegel beim adipösen Menschen sind oft sehr niedrig.

Magnesium wird für den Fettabbau (Lipolyse) benötigt
Magnesium ist für die Energiegewinnung in den Mitochon-drien unentbehrlich. Die fettfressenden cAMP-Moleküle brauchen viel Magnesium.

Magnesium ist an allen Stoffwechselfunktionen beteiligt, bei denen Energie (ATP) gebraucht wird, so auch an der Übertragung von hormonellen Signalen an die Zielzellen und an der Bindung an die Rezeptoren. Auch für die Herstellung von Signalstoffen, die lipolytisch wirken, ist Magnesium essentiell.

Keine Hormone ohne Zink
Zink ist ein Enzymspender für den Bau vieler Hormone wie z.B. des Wachstumshormons, der Schilddrüsenhormone, der Sexualhormone. Bei Zinkmangel besteht eine Hypoglykämieneigung mit der Folge einer vermehrten Insulinausschüttung und dadurch einer Neigung zur Fettansetzung. Außerdem wirkt Zink regulierend auf das Appetitzentrum im Gehirn.

Selenmangel verursacht Heißhunger auf Süßes
Neben Cystein ist Selen Bestandteil von Glutathion, einem Stoff, der den hypothalatischen Sättigungskern schützt. Naschkatzen haben oftmals einen erhöhten Selenmangel.
Selen spielt beim Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone eine wichtige Rolle. Ohne Selen kann das schlankmachende Tyrosin nicht gebildet werden.

Chrom normalisiert den Blutzuckerspiegel
Damit wirkt Chrom der Hypoglykämie entgegen. Chrom neutralisiert erhöhte Blutfettwerte und trägt zur Aufrechterhaltung der Muskelmasse und zur Gewichtsreduktion bei.

Vitamin E schützt das Fett vor dem Ranzigwerden
Mit oxidierten Fettsäuren können lipolytische Enzyme und Proteine kaum noch Verbindungen eingehen, da sie in ihrer molekularen Struktur derart verändert sind, dass sie von diesen fettabbauenden Substanzen gar nicht mehr erkannt werden. Vitamin E ist ein starkes Antioxidans und schützt alle fetthaltigen Strukturen vor freien Radikalen. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass Vitamin E  in den Gehirnregionen, insbesondere auch in der Hirnanhangdrüse, als Regulator über alle Hormone sowie in den Nebennieren und in den Geschlechtsdrüsen vermehrt vorhanden ist.

Vitamin B6 wird benötigt, um Proteine herzustellen
Ohne Vitamin B6 ist der Aminosäurenstoffwechsel gestört, und dadurch können auch keine Neurotransmitter und Hormone gebildet werden.

Vitamin B2 baut Fett ab
Riboflavin hat eine bedeutende Funktion im Energiestoffwechsel, weil es eine zentrale Rolle für die ATP-Gewinnung spielt.

Niacin reguliert den Blutzuckerspiegel
Zusammen mit Chrom ist B3 für die Ausschüttung des Glukagons im Blut verantwortlich. Dieses Vitamin sorgt, zusammen mit Chrom, für den sogenannten Glukosetoleranz-Faktor (GTF)

Einzelne Aminosäuren können die Nahrungsaufnahme beeinflussen
Bei Übergewicht kann eine gezielte Verabreichung von Phenylalanin, Valin, Methionin und Tryptophan dazu führen, dass wir weniger essen.

 

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