Boomender Zuckerkonsum

Die Nahrungsmittelindustrie gibt jährlich 600 Mio. Euro aus, um den Bereich „Schokolade- und Zuckerwaren“ zu bewerben. Dazu kommen noch rund 30 Mio. Euro für die Eiswerbung. Im Vergleich dazu beträgt der Werbeetat für Obst und Gemüse gerade einmal 4,6 bis 6,5 Mio. Euro. Der Nahrungsmittelindustrie ist es gelungen, Zucker in der öffentlichen Wahrnehmung sozusagen als Grundnahrungsmittel zu etablieren, ähnlich wie Reis, Brot oder Kartoffeln.

Noch um das Jahr 1500 galt Zucker als ein Gewürz, von dem die Menschen gerade einmal 20 g pro Jahr zu sich nahmen. Heute beträgt der Zuckerverbrauch bei Kindern in Deutschland etwa 49 kg pro Jahr, amerikanische Schulkinder bringen es sogar auf 146 Kilogramm. Dieser ist hauptsächlich im hohen Konsum von gezuckerten Softdrinks begründet. Zucker ist heute einer der wichtigsten Agrarrohstoffe, dessen Verbreitung von den Regierungen in Europa und den USA gefördert und künstlich verbilligt wird. Die Lebensmittelindustrie vertreibt immer süßere Süßigkeiten. Zucker ist auch in einer ganzen Palette von Nahrungsmitteln enthalten, z.B. in Getränken, Salatsoßen, Ketchup, Müsli, Kornflakes, Chips etc.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass von den 77 Mio. Kindern in der EU inzwischen 14 Mio. als übergewichtig gelten; jedes Jahr kommen weitere 400.000 dazu. Immer mehr Kinder bekommen den Altersdiabetes Typ II, für den das Übergewicht den Hauptrisikofaktor darstellt. Zu viel Zucker kann zu Verhaltensauffälligkeiten, Hyperaktivität und Lernstörungen führen. Zucker steht auch im Verdacht, das Tumorrisiko zu erhöhen.

Referenzen:

  • Hans-Ulrich Grimm: Die Ernährungslüge, Wilhelm-Heyne-Verlag, 2010
  • Thilo Bode: Die Essens Fälscher, S. Fischer Verlag, 2010
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