Alpha-Liponsäure: Verbesserter antioxidativer Schutz bei Übergewicht

Unter Lipidperoxidation versteht man die Oxidation bzw. die Veränderung von Fetten. Leider ist diese ein gravierender Prozess, der zu Zellschäden und damit zu vorzeitigen Alterungserscheinungen sowie zu zahlreichen Krankheiten wie z.B. Atherosklerose, Katarakt, Autoimmunerkrankungen, neurodegenerative Erkrankungen (M. Parkinson, M. Alzheimer) führen kann.

Die Alpha-Liponsäure hat in jüngster Zeit sehr viel Aufmerksamkeit in ihrer Funktion als Antioxidans erfahren. Alpha-Liponsäure vermag reaktive Sauerstoffspezies – also Moleküle, die die Oxidation und damit die Zerstörung der Zelle verursachen – abzufangen und in verschiedene Antioxidantien umzuwandeln.

In einer italienischen Studie wurde die positive Wirkung von Alpha-Liponsäure bei 1.127 Probanden im Alter zwischen 18 und 60 Jahren untersucht. Von den untersuchten Teilnehmern waren 53 Prozent adipös und 43 Prozent übergewichtig. Übergewicht wird laut Wikipedia mit einem BMI ab 25 bis 30, Adipositas ab 30 definiert.

Die Probanden erhielten 4 Monate lang täglich 800 mg Alpha-Liponsäure. In der Gruppe der (nur) übergewichtigen Probanden wurde bei beiden Geschlechtern eine signifikante Reduktion des Gewichtes (8 Prozent) und des BMI (2 Punkte) und des Bauchumfangs festgestellt. Außerdem sank der Blutdruck.

Die Adipositas-Gruppe profitierte ebenfalls von der Alpha-Liponsäure-Gabe: Sie verloren 9 Prozent ihreres Körpergewichts, Frauen 3 Punkte und Männer 4 Punkte des BMI. Auch in dieser Gruppe wurde ein geringerer Bauchumfang als zu Beginn der Studie festgestellt. Bei den Frauen waren es 9 cm, bei den Männern 11 cm, und auch sie hatten verbesserte Blutdruckwerte.

Die Autoren der Studie ziehen den Schluss, dass Alpha-Liponsäure ein wirksames Antioxidans in der Behandlung von Adipositas ist.

Referenz:
Carbonelli MG et al: Alph-lipoic acid supplementation: a tool for obesity therapy? Curr Pharm Des. 2010 ; 16(7) : 840-6


Ein Vitamin-D-Mangel fördert das metabolische Syndrom

Ein Vitamin-D-Mangel bei älteren Menschen kommt relativ häufig vor. Damit steigt einer Studie zufolge aber auch das Risiko für das metabolische Syndrom um den Faktor vier.

In einer niederländischen Studie wurden ca. 1.300 Blutproben von Männern und Frauen weißer Hautfarbe ab 64 Jahren hinsichtlich der Vitamin-D-Konzentration untersucht. Bei fast 37 Prozent der Teilnehmer wurde das so genannte metabolische Syndrom diagnostiziert – also Fettleibigkeit in Zusammenhang mit Bluthochdruck, mit abnormalen Cholesterinspiegeln und erhöhten Blutzuckerwerten.

Dabei stellten die Forscher fest, dass bei einem Vitamin-D-Spiegel (Serum-Hydroxy-D) unter 50 nmol/ l das Risiko für ein metabolisches Syndrom wesentlich höher ist als bei Vitamin-D-Spiegeln über 50 nmol/ l.

Referenzen:
ScienceDailiy, July 6, 2010: Low Vitamin D linked to the metabolic syndrome in elderly people