Aminosäuren, die eine Gewichtsreduktion unterstützen


Wer abnehmen möchte und eine entsprechende kalorienreduzierte Diät durchführt, sollte darauf achten, dass der Stoffwechsel in einem ausgewogenen Verhältnis mit Aminosäuren versorgt ist. Aminosäuren werden u.a. für die Fettverbrennung benötigt und um Muskulatur aufzubauen.

Isoleucin, Leucin und Valin (BCAAs) gehören zur Gruppe der verzweigtkettigen Aminosäuren, auch Muskelaminosäuren genannt. BCAAs werden gerne im Krafttraining verwendet, um Muskeln schneller aufzubauen. In einer Studie der Juni-Ausgabe 2007 der Zeitschrift „Diabetes“ wurde veröffentlicht, dass die zusätzliche Gabe von Leucin den Fettabbau anregt. Auch Isoleucin vermag nach einer in der Fachzeitschrift „The Journal on Nutrition“ im März 2010 veröffentlichen Studie die Fettmenge in den Zellen zu reduzieren und zu einer Verringerung des Körpergewichts beizutragen.

Taurin wird gerne Energiedrinks beigemischt, da diese Aminosäure einen energiesteigernden Effekt haben soll, wobei sich die Forscher hier nicht ganz einig sind. Nach einer im Juni 2010 veröffentlichten Studie der Fachzeitschrift „Amino Acids“ haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Taurin dazu beitragen kann, den Testosteronspiegel zu erhöhen. Testosteron wird mit Muskelaufbau und einer Reduzierung des Körperfettanteils in Verbindung gebracht (Veröffentlichung im Juni 2009 in „The Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism“).

Carnitin ist strenggenommen keine Aminosäure, sondern ein Dipeptid, das aus den Aminosäuren Lysin und Methionin gebildet wird.
Für den Fettabbau hat Carnitin eine fundamentale Bedeutung, da es langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien der Zellen transportiert – dort, wo das Fett verbrannt wird. Deshalb ist für eine effektive Gewichtsreduktion die ausreichende Verfügbarkeit von Carnitin unabdingbar. Nach einer in der Juni-Ausgabe 2007 von „The Journal of Physiology“ veröffentlichten Studie vermag eine kohlenhydratreiche Mahlzeit die Fettverbrennung zu anzukurbeln.

Kommentar:
Wer jetzt meint, „viele Aminosäuren helfen viel“ und dementsprechend unkontrolliert Aminosäuren schluckt, sei gewarnt: Die ungezielte Einnahme von Aminosäuren kann im Stoffwechsel ein Aminosäuren-Ungleichgewicht auslösen und schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.
Wer seine Diät mit Aminosäurensupplementen ergänzen möchte, sollte unbedingt seine Aminosäuren im Blut bestimmen lassen. Nur so ist eine zielgerichtete und effektive Aminosäurentherapie möglich, die nicht schadet, sondern ganz im Gegenteil: gesundheitsförderlich ist.

Referenz:
Livestrong.com, 03.06.2011: L-Carnitin & other fat reducing amino acids

Selen und Übergewicht bei Kindern

Menschen mit Übergewicht haben häufig einen schlechteren antioxidativen Schutz. Spanische Wissenschaftler untersuchten den Selenstatus bei Schulkindern zwischen 8 und 13 Jahren. Zur Bestimmung des Selenstatus wurde die Selenaufnahme mittels eines Ernährungsfragebogens bestimmt, außerdem wurde die Selenkonzentration im Serum sowie die Glutathionperoxidase und der Body-Mass-Index bei jedem Kind ermittelt. More

Österreich: Fast jeder zweite ist zu dick

In Österreich ist fast jeder zweite übergewichtig. So das Ergebnis des kürzlich veröffentlichten Ernährungsberichts 2012: Danach werden 40 Prozent der Österreicher als übergewichtig eingestuft, davon 12 Prozent als adipös. Der Grad des Übergewichts steigt mit dem Alter an. Männer sind mit 52 Prozent häufiger betroffen als Frauen mit 28 Prozent. More

Wirkung von Vitaminen und Mineralstoffen bei Übergewicht

Mikronährstoffanalyse bei Übergewicht
Übergewichtige Personen haben oftmals verminderte Mikronährstoffkonzentrationen im Blut; die Bioverfügbarkeit ist zudem meist herabgesetzt. In einer chinesischen Studie wurde untersucht, inwieweit bei übergewichtigen Frauen Mikronährstoffsupplemente auf die Entwicklung von Gewicht, Energieumsatz und Fettstoffwechsel Einfluss nehmen.

An der Studie nahmen 96 adipöse Frauen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 28 teil. Die randomisiert durchgeführte Doppelblind-Studie erfolgte placebokontrolliert und erstreckte sich über einen Zeitraum von 26 Wochen. Die Probanden wurden in drei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe erhielt täglich eine Multivitamin- und Mineralstoffergänzung, die zweite Gruppe ein Calciumpräparat mit 162 mg und die Probanden der letzten Gruppe ein Placebo. More