Mikronährstoffe sind wichtig für Entgiftung und Entschlackung

Neben den Nährstoffen nimmt der Mensch täglich auch eine individuelle Menge an Fremdstoffen zu sich. Diese umfassen Arzneistoffe, Umweltgifte, Nahrungszusatzstoffe, aber auch verschiedene Substanzen des Pflanzenstoffwechsels.Toxine können auch in einem gewissen Umfang im menschlichen Körper selbst entstehen, z.B. bei einer bakteriellen Fehlbesiedelung des Darmes oder bei einer Einschränkung der Verdauungsleistung.Durch Stressfaktoren wie Entzündungen, Infektionen, Sauerstoffmangel etc. entstehen vermehrt freie Radikale, die wiederum wichtige Biomoleküle zerstören können.

Die meisten Xenobiotika, die der Mensch über die Nahrung aufnimmt, sind fettlöslich und werden deshalb leicht vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Für die Ausscheidung über die Nieren und über die Galle müssen diese Substanzen in einen wasserlöslichen Zustand gebracht werden. Die Leber ist das Hauptentgiftungsorgan des Stoffwechsels. Bei der Biotransformation in der Leber werden Phase-1- und Phase-2-Reaktionen unterschieden. In Phase-1-Reaktionen werden die Fremdstoffmoleküle so verändert, dass sie anschließend in den Phase-2-Reaktionen an körpereigene Moleküle angekoppelt werden können, was dann eine Ausscheidung ermöglicht.

An den Entgiftungsreaktionen sind mehrere Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente beteiligt, so dass gerade Menschen mit einer verminderten Entgiftungskapazität oder einem erhöhten Entgiftungsbedarf auf eine optimale Zufuhr dieser Mikronährstoffe achten sollten. Bei den Aminosäuren sind Glycin, Taurin und Glutamin an Entgiftungsreaktionen beteiligt. Zum Beispiel wird der häufig verwendete Konservierungsstoff Benzoesäure an Glycin angekoppelt. Bei einem Taurinmangel kann sich die Toxizität einiger Xenobiotika wie Aldehyde und Chlorverbindungen erhöhen. Eine sehr wichtige Bedeutung haben schwefelhaltige Substanzen wie Cystein, Methionin und Glutathion. Cystein ist die Ausgangssubstanz für die Bildung von aktiviertem Sulfat. Mehrere Substanzen werden mittels Sulfatierung ausgeschieden, wie z.B. Steroidhormone oder auch Adrenalin und Noradrenalin. Glutathion wird aus den Aminosäuren Cystein, Glutaminsäure und Glycin gebildet und spielt eine zentrale Rolle bei Entgiftungsreaktionen. Glutathion ist für die Entgiftung einer Vielzahl von Xenobiotika erforderlich, z.B. Insektizide und Lösungsmittel. Die Bedeutung des Glutathions für die Entgiftung lässt sich auch daran ablesen, dass die Glutathion-Transferasen immerhin zehn Prozent aller Proteine im inneren der Leberzellen ausmachen. Mit zunehmender Schadstoffbelastung steigt auch der Bedarf an einigen Spurenelementen, z.B. von Selen, das im Glutathionstoffwechsel benötigt wird. Auch Zink, Kupfer und Eisen werden vermehrt benötigt.

Vitamin C stimuliert die Bildung der Cytochrom-P450-Enzyme, die in den Phase-1-Reaktionen eine zentrale Bedeutung haben. Vitamin C vermindert auch die Toxizität von Schwermetallen und ist ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans. Vitamin B2 ist Teil der Glutathion-Reduktase, die für die Regeneration von Glutathion erforderlich ist.

Wie man unschwer sieht, spielen Mikronährstoffe bei der Entgiftung eine große Rolle. Deshalb sollte man im Rahmen von Entgiftungs- und Entschlackungsmaßnahmen immer auch an eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen denken. Allerdings sollte vor einer Supplementierung von Mikronährstoffen eine entsprechende Laboranalyse erfolgen. Dadurch ist eine individuelle Dosierung mit Aminosäuren, Vitaminen und Spurenelementen möglich. Wir empfehlen hierzu die Durchführung des DCMS-Stoffwechsel-Profils.

Weitere Infos:
– Praxis für Mikronährstoffmedizin –
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstraße 9
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Tel. +49/ (0)9394/ 9703-0
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Zur Bedeutung von Taurin für das Fettgewebe

Übergewicht / Adipositas wird durch ein Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch ausgelöst. Übergewicht / Adipositas ist durch eine niedrig-gradige chronische Entzündungsaktivität gekennzeichnet. Hierfür sind vergrößerte Adipozyten charakteristisch, die vermehrt durch Makrophagen infiltriert werden.

Sowohl bei Tieren als auch bei Menschen wurden Effekte von Taurin auf die Pathogenese des Übergewichts beobachtet. Taurin besitzt antientzündliche und antioxidative Effekte und moduliert den Fettstoffwechsel. Eine Taurinsupplementierung kann auch die Infiltration von Makrophagen ins Fettgewebe verhindern. Taurin reduziert die Bildung proinflammatorischer Zytokine, so dass insgesamt bei Taurin von einem entzündungshemmenden Effekt auszugehen ist.

Referenz:
Murakami S: The physiological and pathophysiological roles of taurine in adipose tissue in relation to obesity; Life Sci. 2017 Aug 8. pii: S0024-3205(17)30392-2.


Metabolisches Syndrom und Vitamine

Stoffwechselstörungen wie Adipositas und Diabetes treten immer häufiger auf und werden zu einem zunehmenden öffentlichen Gesundheitsproblem. Neben anderen Risikofaktoren spielt oxidativer Stress eine wichtige Rolle für die Entstehung dieser Erkrankungen. Aus diesem Grund wurden von Forschern aus Polen die Vitamine A, C, E und D im Plasma von Patienten mit metabolischem Syndrom gemessen. Die Plasmaspiegel der Vitamine A, C, E und D waren bei den Patienten mit metabolischem Syndrom signifikant niedriger als bei gesunden Kontrollpersonen. Auch innerhalb der Vitamine gab es viele Korrelationen, z.B. korrelierte die Vitamin-A-Konzentration mit der von Vitamin C, Vitamin D und Vitamin E. Die Vitamin-D-Konzentration korrelierte mit den Spiegeln von Vitamin E und Vitamin C. Die Patienten mit einem Vitamin-A-Mangel hatten im Vergleich zu den Kontrollpersonen auch ein niedrigeres HDL-Cholesterin.

Referenz:
Godala MM et al.: The risk of plasma vitamin A, C, E and D deficiency in patients with metabolic syndrome: a case-control study. Adv Clin Exp Med. 2017 Jun 27.


Vortrag: »Fit im Kopf«

Mikronährstoffe sind von zentraler Bedeutung für die psychische Befindlichkeit und für die Hirnleistungsfähigkeit.

  • Aber wie wirken Mikronährstoffe auf das Nervensystem?
  • Bei welchen Erkrankungen und Störungen spielen sie eine große Rolle?
  • Gibt es überhaupt Mikronährstoffmängel?
  • Wie wird ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren oder Fettsäuren festgestellt und wie behoben?

Auf all diese Fragen wird in unserem Vortrag eingegangen, zu dem wir Sie recht herzlich einladen:

»Fit im Kopf «

Wie Mikronährstoffe Stimmung und Hirnleistung beeinflussen

Der Vortrag ist am Freitag, den 21.07.2017, um 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) und findet in der Stadthalle Fürth, Raum „Rednitz“, Rosenstraße 50 statt.

Der Referent ist Dr. med. Hans-Günter Kugler.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Der Vortrag ist kostenfrei.

 

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Eisenparameter bei übergewichtigen Kindern

Forscher aus der Türkei untersuchten bei 110 Kindern zwischen sechs und 16 Jahren, darunter 50 Adipösen und 60 gesunden Kindern, verschiedene Parameter des Eisenstoffwechsels. Sie konnten nachweisen, dass adipöse Kinder und Heranwachsende im Vergleich zur Kontrollgruppe ein höheres Risiko für einen Eisenmangel aufwiesen.

Referenz:
Doğan G et al.: Iron parameters, prohepcidin and soluble transferrin receptor levels in obese children. Minerva Pediatr. 2016 Dec 22.


Antioxidantienaufnahme und Übergewicht

Wissenschaftler aus Australien publizierten einen Übersichtsartikel über den Antioxidantienstatus und Übergewicht. Die Auswertung der vorhandenen Literatur ergab, dass Übergewicht/Adipositas mit einer schlechteren Versorgung von Vitamin E und C, Zink, Magnesium und Selen sowie Carotinoiden assoziiert war.

Referenz:
Hosseini B et al: Association Between Antioxidant Intake/Status and Obesity: a Systematic Review of Observational Studies. Biol Trace Elem Res. 2017 Feb;175(2):287-297.


Übergewicht und Vitamin-D3-Konzentration

Forscher aus Mexiko untersuchten bei 1772 Personen über 50 Jahren den Zusammenhang zwischen der Konzentration von 25-OH-Vitamin D und Übergewicht/Adipositas. Übergewichtige und adipöse Personen hatten signifikant niedrigere Konzentrationen von 25-OH-Vitamin D als normalgewichtige Studienteilnehmer.

Referenz:
Rontoyanni VG et al.: Association between Obesity and Serum 25(OH)D Concentrations in Older Mexican Adults. Nutrients. 2017 Jan 31;9(2).


Ferritin eignet sich nicht zur Beurteilung des Eisenstatus bei Übergewicht

Wissenschaftler aus Pakistan untersuchten, inwieweit Ferritin bei übergewichtigen und adipösen Patienten sich zur Beurteilung des Eisenstatus eignet. Sie konnten nachweisen, dass Ferritin bei übergewichtigen und adipösen Patienten als Marker der Entzündungsaktivität anzusehen ist und sich deshalb nicht zur Beurteilung der Eisenversorgung eignet.

Kommentar:
Das Ergebnis dieser Studie ist sehr wichtig und auch von großer praktischer Relevanz, da doch sehr viele Menschen übergewichtig oder adipös sind. In diesen Fällen muss also für eine zuverlässige Eisendiagnostik unbedingt der lösliche Transferrin-Rezeptor bestimmt werden.

Referenz:
Abidullah Khan et al.: Ferritin Is a Marker of Inflammation rather than Iron Deficiency in Overweight and Obese People. J Obes. 2016; 2016: 1937320.


Antioxidative Vitamine beim metabolischen Syndrom

Wissenschaftler der Universität von Lodz untersuchten bei 182 Patienten mit einem metabolischen Syndrom die Konzentrationen der Vitamine A, C und E und verglichen sie mit den Messwerten einer Kontrollgruppe. Sie konnten nachweisen, dass die mittleren Plasma-Vitaminkonzentrationen von A, C, und E beim metabolischen Syndrom signifikant niedriger waren als bei den Kontrollpersonen. Es fand sich keine Korrelation zwischen der Aufnahme von Vitamin A, C und E über die Ernährung und ihren Plasmakonzentrationen bei den Patienten mit metabolischem Syndrom. Trotz relativ hoher Aufnahme von Antioxidatien über die Nahrung zeigten Patienten mit einem metabolischen Syndrom relativ niedrige Blutkonzentrationen.

Referenz:
Godala MM et al.: Lower Plasma Levels of Antioxidant Vitamins in Patients with Metabolic Syndrome: A Case Control Study. Adv Clin Exp Med. 2016 Jul-Aug;25(4):689-700.


Eisenmangelanämie und megaloplastische Anämie bei Übergewicht

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten den Zusammenhang zwischen Übergewicht/ Adipositas und verschiedenen Formen der Anämie. Der BMI der Studienteilnehmer war invers mit der Vitamin-B12-Konzentration im Serum assoziiert. Bei 9,8 Prozent der Patienten wurde eine Eisenmangelanämie festgestellt. Ein B12-Mangel zeigte sich bei 20,9 Prozent. Ein Eisenmangel ist also ein häufiger Befund bei übergewichtigen Patienten. Ein Vitamin-B12-Mangel kam aber noch häufiger vor und betraf in dieser Studie ein Fünftel der Patienten. Möglicherweise könnte die Entstehung von Übergewicht zu einem B12-Mangel führen.

Referenz:
Arshad M et al.: Iron deficiency anemia and megaloblastic anemia in obese patients. Rom J Intern Med. 2016 Sep 18.